Jungschweine auf geschichtlicher Seetour

Die Jungschweine der Razorbacks auf geschichtlicher Seetour 87cvf9oz Kopie

Nachdem es letztes Jahr für das B-Jugendteam der Erkner Razorbacks für 2 Tage in ein eigens dafür organisiertes Survival-Camp in die Brandenburger Wildnis ging, führte dieses Jahr der Weg auf die Sonneninsel Usedom. Usedom hört sich nach Urlaub an, nur war das nicht der Hauptgrund für die 3 Tage. Ziel der Coaches war es ihrer 20 köpfige Gruppe ein Wochenende zu bieten was neben der weiteren Team- auch einen Teil an Wissensbildung vermittelt. Geschichtliches Wissen welches den heutigen Jugendlichen nicht unbedingt geläufig ist.

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Der Weg führte nach Peenemünde. Einen Ort in dem Jugendliche, wie sie es selbst sind, aktiv Seesport ausüben, wo damals die 1. Flottille der DDR Volksmarine stationiert war, an dem die erste Rakete der Menschheit den Weltraum erreichte UND wo es im Bereich des Resort „Halbinsel Peenemünde“ noch sehr viel naturbelassene Freiräume gibt.

https://halbinsel-peenemuende.de/

Es gab also viele Möglichkeiten für sinnvollen Teamaktionen. Der erste Höhepunkt für das B-Team des American Football Club „Erkner Razorbacks“ war am
Freitag Abend der VIP-Empfang an Bord des Raketenschnellbootes der ehemaligen Volksmarine„Hans Beimler“.
In den 4 Stunden gab es auf dem Vorschiff neben dem Buffet und einem Film auf Großbildleinwand zur Geschichte der Volksmarine auch exklusive Einblicke in ansonsten verschlossene Bereiche des ehemaligen Kampfschiff.
Blicke in die geöffneten Schränke der alten analogen Rechentechnik im Waffenleitdeck und der Einstieg in das Maschinendeck mit seinen 4 Antriebsturbinen waren nur ein Teil der
Sonderbesichtigung des späten Abends.
https://tarantul-peenemuende.de/84/aktuelles
Die magere Nachtruhe von 01:00 bis 06:30 Uhr war das Resultat des ersten und für die Spieler sicher sehr einprägsamen Erlebnisses…es war also eine kurze Nacht.

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Die aufgehende Sonne am Samstag Morgen brachte den nächsten Höhepunkt, eine Sonderbesichtigung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde.

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Die historisch und fachlich begleitete Exkursion in dem Sperrgebiet der ehemaligen HVA führte die Jugendendlichen in eine Welt weit weit zurück in die Vergangenheit. Im historischem Robur-Bus ging´s durch das weitläufige Gelände welches auch als „Die Wiege der Raumfahrt“ bezeichnet wird.
Der legendäre „Prüfstand 7“, am 02.10.1942 Startort der ersten Rakete der Menschheit die den Weltraum erreichte, war der Schluss- und Höhepunkt der zweistündigen Sondertour. Die Mannschaft stand dort genau an dem Ort der u.a. so alltäglichen Errungenschaften wie das für die heutige Jugend so „überlebenswichtige“ Handy den Weg ebnete. Die konzentrierte Ruhe und die fachlich gute Diskussion während der Tour zeigte das die Mannschaft ihre vorab gestellte Hausaufgabe, das Thema: „Raumfahrtentwicklung in Peenemünde“, ernst genommen hatte. Die Coaches (das konnte man auch sehen) waren sichtlich stolz auf ihren „Haufen“. Ein Besuch auf dem Übungsgelände des Motorradclub Peenemünde, Erbsensuppe in der Natur, eine Badestunde im Greifswalder Bodden und Freizeit im Gelände der Halbinsel Peenemünde brachten den Abend schnell näher.
Das weitere war der Natur des Menschen folgend logisch und nicht unerwartet……die Truppe bekam langsam wieder Hunger.
Der Grill, ein großer Berg Grillfleisch und Grillwürste, Kartoffelsalat usw. standen als Abendessen bereit und als Nachtisch dann noch das Stockbrot am Lagerfeuer. Die Truppe war danach wieder
ruhig….hat also alles gereicht!!
Samstag, 22:30 Uhr und Nachtruhe?
Nee, das passt nicht zusammen und kann man bei den Jungschweinen der Razorbacks so auch nicht bringen. Obwohl, einige hätten sicher nichts dagegen gehabt sich mit dem Handy in der Hand in den Schlafsack zu verkriechen. 2 Mannschaften und Orientierungsmarsch durch die Nacht war angesagt. Der Weg war vorbereitet und mit zu suchenden Knicklichtern gekennzeichnet. Der erste Teil, durch den Hafen und dem Ort Peenemünde, mag den einzelnen Teams noch nicht die ganz große Spannung gebracht haben. Der zweite Abschnitt im Wald und an der dunklen Peenemündung entlang….hmm da sah es dann schon bedeutend anders aus.
Egal, um 01:30 Uhr lagen alle ruhig und erschöpft im Quartier im Schlafsack und das Handy war, so erstaunlich es klingen mag, auch mal Nebensache.
Sonntag, 07:30 Wecken, Morgenwäsche, „Rein Schiff“ im Quartier machen, Busse packen und Frühstück. Danach noch schnell ein Teamfoto auf dem Raketenschnellboot „Hans Beimler“.
Warum schnell?
Um 10:00 Uhr hatte die B-Jugend noch einen Termin beim MRV Peenemünde 1990 e.V.. Dort erwarteten zwei Trainer des Marine Regatta Vereines Peenemünde die Landratten aus Erkner.
Der folgende und maritimste Teil des Peenemünde-Camp 2017 brauchte nochmal alle Kraft der Jungrazorbacks…..DAS KUTTERRUDERN !!!

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Diese Sportart erfordert von der 10 köpfigen Bootsbesatzung neben Kraft und Ausdauer auch eine gleichmäßig agierende Bootsbesatzung an den Riemen. Nicht einfach für ungeübte American Footballer. Und genau deshalb gab es zum Üben eine Hafenrunde ehe es auf das „große“ Wasser ging. Beide Teams haben sich, gemäß den Aussagen der Trainer und der zuschauenden Urlauber an der Hafenmole nach, sehr wacker in ihren großen Booten geschlagen. Respekt!!! Nach diesen kraftraubenden 3 Stunden aktiver aber auch lustiger Seefahrt sowie dem wenig Schlaf der vergangenen Tage war nun auch dem letzten Mitglied des Campteams der Wunsch nach dem „Zuhause“ anzusehen.
Gegen 16:00 Uhr trudelten die 3 Busse der Razorbacks B-Jugend erschöpft aber glücklich wieder am Sportzentrum ein.
Es kann abschließend gesagt werden das sich das B-Team im Peenemünde-Camp 2017 wieder genau so gezeigt hat wie wir es eigentlich auch nicht anders erwartet hatten.
Zuverlässig, interessiert und als geschlossenes Team agierend.
Das Team und die Coaches möchten sich bei folgenden Sponsoren und Unterstützern recht herzlich bedanken:
MYCOM AG
Herrn Frank Neumann, Gefas
Herrn Frank Vetter, Bäckerei Vetter
Taxibetrieb Christa Nelaimischkes
Team Resort „Halbinsel Peenemünde“
Team Museumsschiff „Hans Beimler“
MRV Peenemünde 1990 e.V.

Beste Grüße
Millers Brother

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